• Ergotherapiepraxis - Anne Dudek - Krankheitsbilder, Handverletzungen
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Handtherapie

Krankheitsbilder

Erkrankungen bzw. Verletzungen der Hände/oberen Extremität sind beispielsweise Frakturen, Traumata, Rheuma, Arthrosen oder der Zustand nach OP wie etwa beim Karpaltunnelsyndrom.

Die Ziele der Therapie sind hier Wiederherstellung/-erhaltung des größtmöglichen aktiven Bewegungsausmaßes, das Wiedererlangen/-erhalten von Kraft und Sensibilität, das Erlernen von gelenkschonenden/-schützenden Bewegungsabläufen, u.a. unter Anwendung von Hilfsmitteln.

Therapiemittel sind hier u.a. die manuelle Therapie, Krafttraining mit z.B. Therapieknete, Narbenbehandlung, Sensibilitätstraining bei Hyper- oder Hyposensibilität, Anleitung zum Gelenkschutz bei Alltagsaktivitäten, Mobilisation. Vor und nach der Behandlung werden thermische Anwendungen wie warme Paraffinbäder oder warme Kirschkernbäder durchgeführt.

Therapiemethoden

Paraffinbad
Das Paraffinbad gehört mit zu den intensiven, thermischen Anwendungen die zu jeder Handbehandlung gehören. Das warme Paraffin fördert die Durchblutung, entspannt das Gewebe und macht es geschmeidiger. z.B. bei der Narbenbehandlung

Orthesen
Bei Patienten mit orthopädischen Verletzungen wie Frakturen oder nach Unfällen, mit rheumatischen Erkrankungen oder nach Operationen können Schienen massangefertigt werden. Sie dienen der Lagerung, dem Gelenkschutz oder zur Ruhigstellung.

Manuelle Therapie
Behandlungskonzept zur Wiederherstellung der maximalen und schmerzfreien Funktion des neuro‐muskulären Gelenksystems.

Cyriax
Behandlung der gesamten Weichteile im Schulter‐ und Armbereich. Dehnung und Behandlung von Muskelverkürzungen, Verhärtungen, Narbengewebe oder andere schmerzhafte Prozesse.

Hilfsmittelberatung
Die Selbstständigkeit im häuslichen und beruflichen Alltag muss genau besprochen werden. Mit gemeinsamer Zielsetzung werden die notwendigen Hilfsmittel ausgesucht und gegebenenfalls erprobt. z.B. Griffverdickungen an Stiften, Bestecken und ähnlichem.

Gelenkschutz
Der umfassende Gelenkschutz ist eine wichtige Vorraussetzung für den Erfolg der Therapie. Genaue Kenntnisse über die eigene Erkrankung, deren Verlauf sowie die Auswirkungen auf die Gelenke muss genauestens besprochen werden. Dazu gehören Übungsanleitungen und Hausübungsprogramm.

Spiegeltherapie
Bei der Spiegeltherapie wird ein Spiegel in so der Körpermitte des Patienten platziert, dass der betroffene Arm oder das betroffene Bein verdeckt ist. Im Spiegel erscheint dann die nicht betroffene Seite als die verdeckte Extremität. Dies bewirkt eine zusätzliche Aktivierung der geschädigten Seite des Gehirns. Die Spiegeltherapie wird nicht nur bei neurologischen Erkrankungen, wie apoplektischer Insult, sondern auch in der Handtherapie wie z.B. Morbus Sudeck (CRPS1) angewendet.